ARCHIV

Ich brauch nicht Vater, Mutter, Bruder – ich will ein schneeweißes Luder ...

Alle Jahre wieder am Montag nach dem Heimatfest in Kötzschau ziehen merkwürdige Gestalten durch das Dorf – es ist Lumpenumzug-Zeit! Auch wir vom Verein zur Traditionspflege der Feuerwehr e. V. samt vieler über die Jahre gewonnener Mitstreiter schlossen uns den „Lumpen“ an und verhohnepipelten das Thema „Gesundheitswesen in Kötzschau“. Hierbei wurde unser gutaussehender Doktor Kirschstein von seiner in zart mintgrün gehüllten Schwester Justine begleitet, die gelegentlich von Oberschwester Steffi zur Vernunft gerufen werden musste. Auf der Flucht hingegen befand sich Doktorin Nitzschmann, die schmerzlich von ihren schwerkranken Patienten sowie hilfebedürftigen Senioren vermisst, aber hervorragend von unserer zweijährigen „Doktorin in Ausbildung“ Amelie vertreten wurde. Auf dem Umzugswagen vegetierte derweil der bettlägerige Frank vor sich hin, dessen letzte Verfügung „Einlegen in Bier“ lautete. Auf dem Weg zum Festplatz verteilte das Team aus Doktoren und Pflegepersonal Heilgetränke, Nervennahrung und Pflaster an die Besucher des Lumpenumzuges. Und unsere „Pflegeschwester für Privatpatienten“ Jessi zog im kurzen schwarzen Negligee die Blicke der spontan pflegebedürftig gewordenen männlichen Zuschauer auf sich. (Bilder im Album)

Alles in allem hatten wir wieder Riesenspaß und wir danken allen „Lumpen“ für ihren Mut und ihre Bereitschaft beim Lumpenumzug mitzuwirken. Ebenso danken wir unserem Traktorfahrer Wolfgang und den fleißigen Helfern im Hintergrund, die unseren Heimatfest-Umzugswagen über Nacht lumpenumzugtauglich gemacht haben.

Zurück zum Archiv